Mittwoch, 14. November 2012

Auslandssemester - Hawai'i

Damit ihr sehen könnt, was ich in meinem Auslandssemester auf Hawaii alles erlebe, werde ich in diesem Blog davon berichten.

Leider gab es ein paar technische Probleme, sodass ich erst jetzt berichten kann.
Das ist allerdings gar kein Problem, denn ich werde rückwirkend berichten.

Heute schreibe ich über meine Ankunft, die Wohnungssuche und meine ersten Eindrücke von Hawaii. Später folgen dann noch Posts über die Universität und meine Kurse, über meine Freizeitaktivitäten und über die anderen hawaiianischen Inseln.

Am 23. August ging der Flug morgens für mich los.
Das Abendteuer ging endlich los J
Ich bin über Frankfurt nach San Francisco und dann weiter nach Honolulu geflogen.
Die Zeit auf dem Interkontinentalflug ging schnell vorbei. Ein bisschen im Reiseführer lesen, ein paar englische Filme gucken, um sich vor Augen zu führen, dass man wirklich nach Amerika fliegt und schon ging auch der Landeanflug auf San Francisco los. Ich denke, dass mir die Zeit recht kurz vorkam, da sich die Gedanken in meinem Kopf nur so gedreht haben.
Was erwartet mich? Wie schnell lerne ich neue Leute kennen? Wie ist die Universität? Wo werde ich wohnen? Welche Eindrücke werde ich sammeln?
Nach kurzem Zwischenstopp in San Francisco kam der 6 stündige Flug nach Honolulu. Als das Flugzeug gelandet ist und ich aus dem Flugzeug die ersten Palmen gesehen habe, war ich richtig
glücklich, denn ich war an meinem Zielort angekommen. J
Danach wurde ich vom Shuttleservice, den ich zuvor über die Uni organisiert hatte, abgeholt und zu meinem Hotel in Waikiki gefahren, wo ich dann nur noch ins Bett gefallen bin. Es war schließlich auch schon Mitternacht und ich war über 30 Stunden unterwegs.
Am meinem ersten Tag in Hawai'i habe ich es so gemacht, wie es jeder Tourist machen würde: Durch Waikiki marschieren und sich am Waikiki Beach gemütlich in die Sonne legen. ;)

Es war traumhaft! Angenehme 30°C, toller Sand, klares blaues Wasser und im Hintergrund konnte ich die Berge sehen.

Da ich aber kein Tourist bin, konnte das so leider nicht jeden Tag so weitergehen. Gleich am nächsten Morgen bin ich in ein Hostel umgezogen, was nur einen Straßenblock entfernt war. Dort war ich in einem 8 Bett-Schlafsaal zusammen mit 2 Schweizern, 2 Deutschen und einer Dänin.
Ja wirklich! Ich reise um den halben Globus und schlafe dann in einem Raum mit fast ausschließlich deutschsprachigen Personen. Allgemein waren in dem Hostel die Hälfte der Bewohner Deutsche oder deutschsprachig. Wir sind wohl ein wanderlustiges Volk…

Im Hostel wollte ich mir nun so schnell es geht eine Wohnung suchen.
Ich wollte das lieber vor Ort und nicht von Deutschland aus machen, da ich meine Wohnung für die nächsten 4 Monate gerne persönlich sehen wollte. Außerdem habe ich aus Deutschland nur sehr teure Wohnungen gefunden und konnte mir nicht vorstellen, dass alle Wohnungen so teuer sind.
Falsch gedacht! Die Wohnungssituation in Hawai'i ist extrem schlecht. Wenig freie Wohnungen und wenn sie denn frei waren, dann waren sie sehr teuer und nicht gerade auf höchstem Niveau eingerichtet…Und das ist sehr freundlich von mir formuliert.
Im Hostel waren diverse weitere Studenten, die auch von der Wohnungssituation negativ überrascht waren. Ich habe Wohnungen besichtigt, die in Deutschland kein Mensch anbieten würde. Hier in Hawai'i sollte man für eine kleine, düstere, ungepflegte 1,5-Zimmer-Wohnung noch ca. $800-1000 zahlen.
Mein Wunsch war es, in einer 3-4 WG mit anderen internationalen Studenten zu wohnen.
Ziemlich schnell musste ich merken, dass ich mich von diesem Wunsch verabschieden konnte.
Nach ein paar Tagen der vergebenen Suche habe ich mich mit einer deutschen Studentin zusammen getan, da wir dachten, es sei leichter, nach einer 2 Schlafzimmer-Wohnung zu suchen. Ziemlich schnell mussten wir feststellen, dass auch das nicht leichter war. Wir hatten von vielen Anderen gehört, dass die sich eine 2-Zimmer-Wohnung mieten und dann das Wohnzimmer als zweites Schlafzimmer umfunktionieren.
Dann hatten wir endlich Glück und haben eine akzeptable 2 Zimmer Wohnung gefunden, die uns zusagte. Noch am gleichen Tag haben wir angerufen und wollten die Mietpapiere unterzeichen.
Doch dann der Schock! In den 2 Stunden, in denen wir uns andere Apartments angeschaut haben und uns überlegt haben, ob wir die Wohnung wirklich nehmen sollten, haben schon andere Interessenten zugesagt und die Verträge unterschrieben.
Wie gesagt: Es war tierisch schwer hier eine Wohnung zu finden und der Markt war ganz schön ausgedünnt.
Letztendlich sind wir in einer uneingerichteten 1-Zimmer-Wohnung in Waikiki gelandet. Kurz das Nötigsten an Einrichtung eingekauft und fertig war unser neues Zuhause ;)
Ich bin jetzt immer noch glücklich mit unserem Apartment. Es bietet genug Platz für 2 Personen und es hat eine tolle Lage: 3 Minuten zum Strand, direkt in Waikiki und die Buslinien nach Honolulu (also zu meiner Uni) sind nur wenige Minuten entfernt.
Man lernt außerdem mit dem Nötigsten aus zu kommen und das man gar nicht so viel Schnick Schnack braucht. Des Weiteren stärkt es die Toleranz, wenn man mit einer Person, die man erst wenige Tage kennt auf einmal zusammen wohnt.

Nun war schon eine Woche vorbei und ich hatte von Hawai'i - abgesehen vom ersten Tag - noch gar nichts gesehen, da ich dauerhaft auf Wohnungssuche war.
Da kam es mir sehr gelegen, als mich ein Kommilitone, dem ich im Hostel kennengelernt habe, fragte, ob ich nicht mitkommen möchte, um eine Autotour entlang der Ostküste zu machen. Drei weitere Personen waren schnell gefunden und so machten wir uns auf dem Weg die Ostküste zu erkunden.
Es war unglaublich schön an der Küste entlang zu fahren und die Strände und das Wasser an sich vorbei ziehen zu lassen. Am Lanikai Beach haben wir dann gestoppt. Dieser Strand soll zu den schönsten Stränden der Welt gehören.
Und das würde ich sofort unterschreiben!
Wir kamen am Strand an und sahen das unglaublich blaue Wasser, spürten wie der feine Sand zwischen unseren Zehen zerrinnte und eine leichte Brise wehte…Wow! Gänsehaut pur!

In diesem Moment war ich endlich in Hawaii angekommen. All der Stress mit der Wohnungssuche fiel von mir ab und ich fing an zu realisieren, dass es kein Urlaub ist, sondern, dass Hawai'i für die nächsten 4 Monate mein Zuhause ist.


 

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